News aus der Kardiologie


Koronarografie

Bei der Koronarografie werden die Herzkranzgefässe (Koronarien) mittels eines Katheters von der Leiste oder der Pulsarterie am Arm mittels Injektion von Kontrastmittel dargestellt. Dabei kann erkannt werden, ob Engstellen vorhanden sind, die behandelt werden müssen (koronare Herzkrankheit). Die Behandlung mittels Stent kann meistens sogleich durchgeführt werden. In einem kleineren Teil […]


Echokardiografie bei Herzklappenproblemen

Bei Herzklappenproblemen zeigt die Echokardiografie nicht nur das Aussehen der erkrankten Klappe sondern gibt auch Informationen über den Blutfluss durch die Klappe. Geschwindigkeit und Richtung des Flusses können sichtbar gemacht und bildlich dargestellt werden. Die Methode wird Doppler-Echokardiographie genannt, benannt nach dem Astronomen Christian Doppler. Mitralklappenprolaps Rheumatische Mitraklappenundichtigkeit mit Flussignal […]


Beurteilung der Funktion der Herzkammern

Funktion des Herzmuskels (Pumpfunktion)

Die Muskulatur der Herzkammern („Herzmuskel“) zieht sich zusammen (Systole) und entspannt sich wieder (Diastole). Beides sind aktive Vorgänge, die Energie erfordern. Im Normalfall ziehen sich zuerst die Vorkammern zusammen, danach die Hauptkammern während sich die Vorkammern wieder entspannen. Die dabei vorhandenen elektrischen Aktivitäten erkennt man im EKG. Ein Video der Herzaktion finden Sie hier.

Störungen der Herzmuskelaktion können sowohl systolisch als auch diastolisch oder kombiniert auftreten. Wenn die Hauptkammern wirksam betroffen sind, spricht man bei diesem Krankheitsbild von Herzinsuffizienz. Die dadurch entstehenden Symptome alleine sind nicht geeignet, die Funktionsstörung genauer zu definieren, sie finden sich bei Herzinsuffizienz jeglicher Ursache ohne spezifisches Muster. Es kommt zu Müdigkeit, Schwäche, Atemnot bei immer kleineren Anstrengungen und schliesslich auch in Ruhe. Ebenso kommt es zu Schwellungen der Beine und auch Wassereinlagerungen in der Lunge und im Bauch. Meistens ist linke Herzkammer und später als Folge auch die rechte Kammer geschädigt, gelegentlich auch nur die rechte Kammer.

Die Echokardiografie ist ausgezeichnet dafür geeignet, sowohl die Art der Funktionsstörung als häufig auch ihre Ursache zu erkennen.

Zweidimensionale Quantifizierung:

Diese Möglichkeit existiert schon lange, es werden dabei vom Computer automatisch oder semiautomatisch oder dann von Hand die Grenzen der Innenschicht des Herzens bei der Entspannung und beim Zusammenziehen eingezeichnet, und daraus der prozentuale Anteil des Inhaltes der linken Kammer berechnet, der bei jedem Zusammenziehen, also bei jedem Herzschlag in den Körper gepumpt wird (Ejection Fraction oder Auswurffraktion). Normal sind Werte über 55%, 100% wird auch vom gesündesten Herzen nie erreicht. Heute wird aber wenn möglich die dreidimensionale Quantifizierung vorgezogen ->3D Echokardiografie.

Beispiele zwei- und dreidimensional

Dreidimensionale 4-Kammer Darstellung

Model Pumpfunktion bei 3d Darstellung

Zweidimensionale Darstellung der Pumpfunktion in 3 Ebenen

Schlechte Pumpfunktion 3D

Schlechte Pumpfunktion 2D

Longitudinal Strain

Neben der Verkleinerung der Herzkammern wird auch deren Zusammenziehen in der Längsachse untersucht, man spricht von „longitudinal strain“

Darstellung des Longitudinal Strain (normal)

Longitudinal strain abnorm